Die Renaissance - ca 1420 - 1600

 

Schwarz-goldenes elizabethanisches Gewand, frei nach der Spanischen Mode um 1580

elizabethanisches Kleid aus Baumwollsamt elizabethanisches Kleid aus Baumwollsamt

Ein Einzelstück, welches zwar auf originalgetreuen Schnitten basiert, aber sonst mehr von der "künstlerischen Freiheit" Gebrauch macht.
Als Kopfschmuck dient eine handgemachte "French Hood", die Röcke werden über einer spanischen Farthingale getragen.

Model: Tessa-Jean Cook
Photograph: Liancary

Goldenes Tudor-Gewand, inspiriert vom Stil der 1560er

Tudor-Kleid aus Gold-Jaquard Tudor-Kleid aus Gold-Jaquard

Auch dieses Kleid ist ein Einzelstück, der Stoff ist nicht mehr erhältlich, mit anderem Material ist ein ähnliches Gewand aber auch in diesem Fall machbar.
Eine spanische Farthingale ist, wie bei fast allen Spät-Renaissance-Kleidern, der passende Reifrock für "darunter".

Model: Mimi Geissler
Photograph: Hadie van Bilderflut

Elizabethanisch inspiriertes Gewand mit großem Stehkragen

elizabethanisches Kleid aus lila Seide elizabethanisches Kleid aus lila Seide

Dieses Kleid ist ein Beispiel für "Mix and Match" - ein schlichter Basisrock mit einem bestickten Chiffon-Überrock auf einer spanischen Farthingale, dazu ein schwarzes Renaissance-Hemd und das verzierte Samt-Mieder mit Kragen darüber.
Die Ärmel lassen sich auch nach Belieben anschnüren - so lassen sich einzelne Kleidungsstücke jedesmal neu kombinieren.
Das Kleid ist eine freie Anlehung an die Mode der 1580er, das "Mix-Prinzip" gab es ähnlich aber in der Epoche tatsächlich.

Model: Rosa Chalybeia
Photograph: Pam Meier

Rotes Früh-Barock-Kleid, im spanischen Stil, 1623

Rotes Frühbarock-Kleid Rotes Frühbarock-Kleid

Portrait of a Woman and Child by Anthony van Dyck, c. 1623-25, Cleveland Museum of Art Früh-Barock, ca 1623, im Stil der spanischen Mode des späten 16. Jahrhunderts, nach einem zeitgenössischen Gemälde nachempfunden (siehe Thumbnail-Bild links).
Die Schnitte basieren auf Originalen aus der Zeit, Material: Baumwollsamt, Seide und Baumwolle als Futter.
Auch dies ist ein Einzelstück.
Getragen über einer spanischen Farthingale und einer Schnürbrust.

Model: Rosa Chalybeia
Photograph: Photo & Magic

Die Renaissance gilt als der Beginn der sogenannten Neuzeit, das Weltbild veränderte sich allmählich, der Mensch rückte als Individuum in den Mittelpunkt, und dies drückte sich auch in der Mode aus

Italien gilt als der Geburtsort der Renaissance, die Mode dieser frühen Phase zeichnete sich durch kostbare Seidenbrokate aus, und filigrane Spitzen sowie aufwendige Stickereien - Materialien die im Mittelalter noch nicht hergestellt werden konnten.
Die immer weiter werdenden Ärmel des leinenen Unterhemdes ragten aus kunstvoll geschlitzten Oberärmeln gervor, und zeitweise rutschte die Taille unter die Brust, wie bei den späteren Empire und Regency Kleidern.

Erstmals spannte ein stiefer Reifrock die Kleider auf noch nie dagewesene Ausmaße auf - die spanische Farthingale war mit Reet-Stäben versteift und formte die Röcke in der A-Linie, als Gegenstück zu den oft rigiden Oberteilen.
Der Mühlsteinkragen erhob den Kopf über den Körper - um dieses kunstvolle Schmuckstück instand zu halten hab es sogar einen eigenen Berufszweig.
Später entwickelte sich der große, offene Stehkragen daraus.
Die wohl bekannteste Mode-Ikone der späten Renaissance war Elizabeth I., deren opulente Garderobe auf zahlreichen Gemälden festgehalten wurde, von ihr sind sogar zwei Kleidungsstücke bis heute erhalten: eine Schnürbrust sowie ein leinenes Beinkleid - eine Unterhose, sozusagen. Beides wird in Westminster Abbey aufbewahrt.

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