Das Rokoko - ca 1730 - 1780

 

Spätes Rokoko - schwarzromantische Robe a L'Anglaise

Robe a l'Anglaise - Gothic-Stil Robe a l'Anglaise - Gothic-Stil

Robe a l'Anglaise (= Kleid nach englischer Mode) - ebenfalls modern - gothic interpretiert, mit schwerem Jaquard und schwarzer Chiffon-Faltenborte samt schwarzer Acryl-Straß-Steine.
Der Schnitt ist auch hier nach originalgetreuem Vorbild, zu Tragen mit Schnürbrust darunter sowie Poschen für die seitliche Auslage.
Einzelanfertigung, mit bewusst schlicht gehaltenem Design. Ähnliche Kleider sind auf Nachfrage machbar, die Borte gibt es noch, exakt diesen Stoff jedoch nicht mehr.

Model: Mademoiselle Karma
Photograph: Knochensäge Photodesign

Robe a la Francaise - Gothic - Interpretation mit Nadelstreifen und Lackleder-Details.

Robe a la Francaise - Gothic-Stil Robe a la Francaise - Gothic-Stil

Robe a la Francaise (= Kleid nach französischer Mode), modern interpretiert mit Nadelstreifen-Stoff, Lackleder-Details und Schnallen.
Schnitt und Konstruktion entsprechen weitestegehend einer historisch korrekten Francaise, das Kleid wird genauso über Schnürbrust und großem Panier getragen wie die authentische Variante, Farben, Material und Details sind als Stilbruch zum historischen Vorbild gedacht.
Im Rücken sind die für diese Kleiderform typischen Watteau-Falten.

Model: Rosa Chalybeia
Photograph: Empire-Art

Fusion aus Robe a l'Anglaise und Robe a la Francaise , mit modernem Schnitt.

Rokoko-Gewand Rokoko-Gewand

Ein an die Mode der Epoche angelehntes Gewand, das von Schnitt und Verarbeitung wie ein Theater-Kostüm konzipiert ist. Dadurch lässt es sich relativ schnell an- und ausziehen und kommt ohne Chemise (Unterhemd) und Schnürbrust aus.
Wird über Poschen und einem Unterrock getragen - der passende Hut - die sogenannte Bergere - wurde auch von uns angefertigt.
Wer es gerne bequemer mag und kein historisch authentisches Gewand benötigt, für den ist diese Variante die ideale Lösung.

Model: Milena Anders
Photograph: Dragon-Photography

Robe a l'Anglaise aus Seide - historisch authentische Umsetzung (ca um 1780)

Robe a l'Anglaise - historisch Robe a l'Anglaise - historisch

Robe a l'Anglaise nach historisch authentischem Schnitt, das gesamte Kleid ist von Hand genäht, mit Seidenfaden, das Oberteil des Manteaus mit leichtem Leinen in den Ärmel gefüttert, und schwerem Leinen am Oberkörper.
Anglaisen wurden nicht über Poschen oder Paniers getragen, sondern über einem halbmondförmigen Kissen, sowie mehreren Unterröcken (zwei Stück - in diesem Fall). Schnürbrust sowie Chemise (ein langes Unterhemd) gehören zur richtigen Unterbekleidung.
Komplett von Hand genähte Kleider machen wir bei Aufträgen nicht - es würde einfach zu lange dauern und entsprechend viel kosten.

Model: Rosa Chalybeia
Photograph: Alexander Imhof

Rokoko Pet en L'Air im romantischen Gothic-Stil

Rokoko Pet en L'Air im Gothic-Stil Rokoko Pet en L'Air im Gothic-Stil

"Pet en L'Air" heißt übersetzt soviel wie "Furz in der Luft" und ist eine Art kurze Version der Robe a la Francaise. Die Konstruktion ist grundsätzlich die selbe - mit den typischen Watteau-Falten im Rücken, nur wesentlich kürzer.
Der Schnitt ist also "historisch authentisch", die Umsetzung - in schwarzem Jaquard und mit einem Satinrock - eine schwarzromantische Interpretation.
Hier handelt es sich um ein Einzelstück, das Material ist auch hier nicht mehr erhältlich, wie immer - ein ähnliches Gewand ist nach Absprache machbar.
Durch den historisch korrekten Schnitt muss unter dem Kleid eine Schnürbrust getragen werden, den Rock halten ein Unterrock und mittelgröße Poschen in Form.

Model: Rosa Chalybeia
Photograph: Alexander Imhof

Das Zeitalter des Barock gilt als Ära der Aufklärung. Die Mode-Epoche des Rokoko wird jedoch anders eingeteilt als die der Kunst und Architektur, wo das Rokoko lediglich die späteste Phase des Barock darstellt - in der Mode spricht man schon ab ca 1730 vom "Rokoko" - die sich von der barocken Mode unterscheidet.

Typisch für die Rockform des Rokoko war die Silhouette mit der weiten Hüft-Auslage - je nach Form erzielte man das mit Paniers oder den kleineren, handlicheren Poschen. Ein runder Reifrock hat im Rokoko übrigens garnichts verloren!

In der Hof-Mode war zunächst die Robe a la Francaise vorherrschend, die sich aus der barocken Mantua entwickelt hat und die typischen, weiten Falten im Rücken besitzt. Die Kombination aus Caraco - einer Jacke, und einem Rock, war alltags gebräuchlich, je nach Stand des Trägers.
Die Francaise wurde zunächst aus schlichteren Seidenstoffen gemacht, mit sogenannten Flügeln als Arm-Abschluß. Die Paniers hatten ca um 1740 herum das größte Ausmaß - bei Hochroben sogar so sehr daß man nur noch seitlich durch Türen kam.
Bis 1760 wurden die Stoffe auffälliger gemustert, die Röcke wieder kleiner und neue Formen kamen auf, wie die Robe a L'Anglaise oder die hochdrapierte Polonaise - die beide ohne Rückenfalten auskamen. Bedruckte Baumwollstoffe kamen in Mode und statt den ausladenden Poschen und Paniers wurde auf kleinere Hüftkissen zum Umbinden zurückgegriffen - für die hier das erste Mal der Begriff "Cul de Paris" aufkam.

Die englische Mode des ausgehenden 18. Jahrhunderts ging dann allmählich in das Directoire, dann die Regency - und schließlich die Empire-Mode über.

 

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